Heute gibt es einen Gastbeitrag von Martin Hinder, Schuldekan von Waiblingen und Schorndorf, langjähriger Dozent für Konfirmandenarbeit im ptz Stuttgart. Wir kamen ins Gespräch, dass wir die Situation ganz ähnlich sehen, dass es in den letzten Jahren dramatische Veränderungen in der Kirchlichkeit und in der Konfessionslandschaft gibt, auf die wir reagieren sollten (vgl. dazu meinen Beitrag „Die 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung – Wann wacht unsere Kirche auf?„). Und sein ausführlicher Bericht vom November 2015 liefert viele aktuelle Anhaltspunkte für die Diskussion. Vielen Dank an ihn, dass ich seinen Text hier veröffentlichen darf.

Hinweis: Der komplette Bericht und die Powerpoint mit den freigegebenen Folien können als PDF heruntergeladen werden.

Bericht des Schuldekans Martin Hinderer

vorgetragen auf  der Herbstsynode Waiblingen am 20. November 2015, leicht bearbeitet von Thomas Ebinger

Liebe Synodale,
Ich möchte meinen Bericht mit einer „Losung“ beginnen, die jetzt gleichsam über
meinen Ausführungen steht:
Es ist die Landesverfassung Art 12: (PPP)

„Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe zur
Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und
Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer
Bewährung und zu freiheitlicher, demokratischer Gesinnung zu erziehen!“

Dieser Artikel 12 bezieht sich auf das Grundgesetzt Art. 7 und ist ebenfalls im
Schulgesetz verankert.
Die Schule steht vor großen Herausforderungen: Wandel der Schulsysteme /
Ganztagesschule / Inklusion ist seit diesem SJ Gesetz / neue Bildungspläne werden
eingeführt / nun auch noch die Flüchtlingskinder. Ich möchte mich auf zwei Themen,
beschränken, das dritte erwähne ich nur:

  • Flüchtlingskinder in der Schule
  • Zunahme der Konfessionslosigkeit und ihre Folgen
  • Bildungsplan 2016

I. Flüchtlingskinder in der Schule

Angesicht der Ereignisse in diesen Tagen und Wochen bekommt das Thema nochmals
eine ganz neue Brisanz. Die Flüchtlinge sind nicht mehr in den Lagern in Syrien,
stehen nicht mehr an der Grenze Ungarns oder auf dem Bahnhof in München,
sondern sind vor unserer Haustüre ganz wörtlich angelangt.
Dabei erleben wir eine unglaubliche „Willkommenskultur“, aber auch zunehmend
eine ablehnende Haltung. Die Frage „Schaffen wir das?!“ wird sich, so ist zu
befürchten, nach den schrecklichen Attentaten in Paris noch verschärfen, auch wenn
man das eine mit dem anderen nicht vermengen kann!
Wir brauchen angesichts der großen Zuströme nicht nur eine Willkommenskultur,
sondern auch eine „Willkommensstruktur“, wie Sie, Herr Dr. Sigel vor den
Bürgermeistern gefordert haben. (PPP)

Die Kommunen packen das mit großem Elan an, unterstützt von vielen
Organisationen, wie der Diakonie, aber auch und vor allem von vielen
Ehrenamtlichen!
Geeigneten Wohnraum zu finden ist derzeit die große Herausforderung, zu der Sie,
Herr Dr. Sigel in den Sommerferien auch die Kirchengemeinden aufgerufen haben!
Die Gemeinden haben dies aufgegriffen und sich zahlreich zurückgemeldet. Fündig ist
man u.a. in Fellbach geworden. Die Paulinenpflege hat an verschiedenen Orten
Wohngruppen für minderjährige Jugendliche eingerichtet.
Aber auch die Schulen und Kindergärten sind davon betroffen. Sind es doch auch
viele Kinder, die sich mit ihren Eltern auf den beschwerlichen Weg der Flucht
gemacht haben. Die Herausforderung ist auch an dieser Stelle eminent. Manche
Kinder sind bereits seit Jahren auf der Flucht und haben keine Schule (mehr) besucht.
Wir haben in Deutschland die Schulpflicht und die gilt auch für diese Kinder, die mit
ihren Eltern unter schwierigsten Bedingungen gekommen sind. Im Kindergarten
haben wir einen „Rechtsanspruch“ auf einen Kitaplatz, aber keine Pflicht.
Die Schulen haben dafür eigens Klassen eingerichtet, sogenannte VKL –Klassen
„Vorbereitungsklassen“ und Alphabetisierungs-Klassen für die Kinder, die überhaupt
noch keine Schule besucht haben und weder lesen noch schreiben können und da
reden wir nicht nur von Erstklässlern!
Wir haben solche Gruppen an vielen Schulen unseres Bezirkes:

  • Fellbach (an 5 Schulen)
  • Waiblingen (an 7 Schulen)
  • In Winnenden (an 3 Schulen)
  • Insgesamt es aktuell fast 300 Kinder im Dekanat Waiblingen in VKL-Klassen
    Ich habe im Rahmen der Visitation in Schorndorf-Nord in den Vorbereitungsklassen in
    der Rainbrunnen- GMS hospitiert und bin tief beeindruckt, was da Lehrer/innen und
    Helfer leisten!

Beispiele ( PPP)

Diese Kinder werden sukzessive in die Regelklassen integriert und so kommt auch
manches Kind in den Religionsunterricht. Und zunehmend nehmen auch muslimische
Kinder daran teil.
Da bin ich bei meinem zweiten Punkt:

II. Konfessionslosigkeit (PPP)

Ich habe die Lehrer/innen und auch die Pfarrer/innen zu Schuljahresbeginn in einem
Brief u.a. auf ein Thema aufmerksam gemacht, das unseren Unterricht zunehmend
bestimmt.

Wir haben in unserem Religionsunterricht immer häufiger Kinder, die keiner
Konfession angehören, aber den RU besuchen und auch Muslime, deren
Eltern ihre Kinder ganz bewusst in den RU schicken.

Das stellt die Unterrichtenden vor ganz neue Herausforderungen, aber auch vor
Chancen für die Kinder, die sonst keine Gelegenheit haben biblische Geschichten
kennen zu lernen.
Insofern leistet der Religionsunterricht eine wichtige Arbeit nicht nur für die
Bedeutsamkeit von Religion für die Kinder selbst, sondern auch und zugleich für ein
Verständnis von (christlicher) Kultur, zumal wir bis Klasse 8 keinen Ethikunterricht
haben und erst zwei Schulen mit muslimischem (genauer alevitischem) Unterricht in
unserem Bezirk haben.

Auf meinen Brief habe ich eine lange Mail einer Lehrerin erhalten, die ich ob ihrer
Brisanz und Klarheit in Auszügen zitieren möchte. Sie ist Lehrerin an der Staufer-RS in
Waiblingen und Religion ist eines ihrer Fächer.

Sehr geehrter Herr Hinderer,
Sie sprechen ein Thema an, das uns in den Fachschaften Religion und Ethik heftig unter den
Nägeln brennt.
Als anschauliches Beispiel möchte ich Ihnen die anonymisierte Schülerliste meiner Klasse
(Klassenstufe 8) anhängen. (PPP)
Wie Sie sehen können, habe ich bei 26 Kindern gerade einmal noch vier, die den
evangelischen RU besuchen, immerhin noch acht, die den katholischen Unterricht besuchen!
Unsere Schullandschaft – und unsere Gesellschaft – werden sich extrem verändern, immer
weniger Kinder werden eine religiöse Unterweisung erhalten.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es absolut untragbar, dass Schülerinnen und Schüler, die nicht
am RU teilnehmen, von Klasse 1 bis Klasse 7 (also in ganz wichtigen Jahren für die
Ausprägung des Wertebewusstseins) keinen Ethikunterricht erhalten.

Wir verstehen es absolut nicht, dass die Brisanz dieser Tatsache nicht erkannt bzw. anderen Prioritäten untergeordnet wird. (PPP)

Da in unseren Klassen zunehmend mehr Schülerinnen und Schüler sitzen, die entweder dem
Islam angehören oder keiner Glaubensgemeinschaft, fragen wir uns: Kann Deutschland es
sich leisten, diese Kinder, bis sie 13 oder 14 sind, aufwachsen zu lassen ohne ein Fach, in
welchem, wenn schon keine religiös gebundene, so doch wenigstens eine wertegebundene
Erziehung stattfindet?
Bekommt man die SchülerInnen dann in Klasse 8 in Ethik, so sind die Einstellungen häufig
schon sehr fest – und wir erschrecken in manchen Fällen, welches Frauen- oder Familienbild
z.B. vorgeprägt wurde. Es ist enorm schwer, bei Schülerinnen und Schülern dieses Alters noch
einmal ein Umdenken zu erreichen.
Und das können wir uns leisten – besonders unter dem Blickwinkel, dass durch die
Flüchtlingswelle noch viel mehr Schülerinnen und Schüler kommen, die nicht christlich
gebunden sind?
Aber das Problem geht noch weiter: Auch die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 1-7,
die noch einer Konfession angehören, verlieren wir häufig (insbesondere dann in der Sek.1
nach dem Schulwechsel).
Der Grund? Weil so viele Kinder keinen RU mehr besuchen, muss dieses Fach immer in den
Randstunden des Unterrichtstages erteilt werden (1./2. bzw. 5./6.) oder nachmittags – sonst
hat man Horden von Kindern, die in dieser Zeit nichts zu tun haben.
Ergebnis: Sobald sie merken, dass die Alternative zum RU eben freie Zeit ist – ausschlafen,
früher nach Hause, am Nachmittag nicht kommen, auf keine KA lernen – melden sie bzw. die
Eltern sie einfach ab. Wer bleibt schon bis 15.50 Uhr in der Schule, wenn er sonst längst freie
Zeit hätte? Auch dieses Problem wäre nur lösbar durch einen Parallelunterricht Ethik.

„Abendländische Werte?“ (so schreibt die Lehrerin weiter) Wo sollen die denn herkommen,
wenn sie nicht – bzw. erst ab der Pubertät, die eh eine ganz schwierige Phase darstellt im Blick
auf Anerkennung von Normen und Werten – vermittelt werden?
…. Ich möchte Ihnen deutlich machen, dass wir in den Fachschaften echt verzweifeln an
dieser Situation und Alarm schlagen wollen!
… eine Generation, eine Gesellschaft, ein Land ohne ein gemeinsames Wertegerüst.
Mir – und nicht nur mir – macht der Gedanke Angst.

Das ist jetzt sehr pointiert, aber treffender hätte ich als Schuldekan das nicht
formulieren können! In der Schule spiegelt sich eine gesellschaftliche Wirklichkeit
wider, die so noch nicht unbedingt in unseren Gemeinden angekommen ist!
Daher fordern auch wir als Kirche ganz dringend den Ethikunterricht!
In Klammer: Ich habe diesen Brief (mit Einverständnis) in Umlauf gebracht und
sowohl an den OKR wie auch an alle bildungspolitischen Sprecher der
Landtagsfraktionen geschickt!
Dennoch soll kein falscher Eindruck entstehen: nach wie vor genießt der RU eine
große Akzeptanz, die Eltern und Schüler/innen schätzen den RU, auch die
Abmeldezahlen sind (noch) eher im marginalen Bereich – trotz der beschriebenen
Probleme mit den Randstunden! Und in Sek I natürlich deutlich mehr als in der GS.
Und doch sehen wir den Schwund der Evangelischen Kinder und die Zunahme der
„sonstigen“ Kinder in der Schule ganz deutlich. Es gibt längst keine Monopolstellung
mehr des konfessionellen RU!
Ich will das ganz konkret mit Zahlen unseres Kirchenbezirks belegen:

Schuldekansbericht02 Schuldekansbericht01PPP Graphiken:
Folie 1: Rückgang der Evang. an der Gesamtzahl der Schüler
Folie 2: Steigender Anteil der „Sonstigen“ im RU
a) Grundschule
Kl. 1-4: Rückgang von 38% (SJ 09/10) auf 34% (SJ 14/15)
„Sonstige“ im RU: eine Zunahme von 27% auf 33%
b) Sekundarstufe
Kl. 5-10: Von 47% (SJ 09/10 auf 40% (SJ 14/15)
„Sonstige“ im RU: eine Zunahme von 19% auf 21%

Ein paar Sätze zur „Konfessionslosigkeit“
Die EKD-Mitgliedschaftserhebung (S. 11ff.), die alle 10 Jahre durchgeführt wird,
schreibt dazu:

„In den letzten Jahrzehnten hat sich nicht nur in Deutschland die Zahl der
Konfessionslosen kontinuierlich erhöht. Prozesse des Kirchenaustritts spielen hierfür
genauso eine Rolle wie eine sinkende religiöse Sozialisation und eine immer mehr
zurückgehende Tradierung christlicher Religiosität auf nachfolgende Generationen“
(12). (PPP)

Anders als vor 10 Jahren ist es nicht unbedingt und primär die Kirchensteuer, die zum
Austritt reizt, sondern die Kirche ist ihnen gleichgültig. Religion spielt in ihrem
Lebensalltag einfach keine Rolle mehr!
„Fehlende religiöse Erfahrung kombiniert mit abnehmendem religiösem Wissen
führen möglicherweise dazu, dass vielen (gerade jüngeren) Menschen ein Leben ohne
Religion selbstverständlich erscheint und dass dementsprechend die Bereitschaft,
wiederum eigene Kinder religiös zu erziehen, erkennbar sinkt.“
(S. 10, 1.2.2 Prägungen und Haltungen)

Was ist zu tun?
Ich habe natürlich keine einfache Lösungen und kann an dieser Stelle keine
Ausführungen liefern, aber nenne exemplarisch zwei Beispiele.
Erstens (nach innen): Primärsozialisation Familie ernst nehmen!
am Ende der Studie (S. 131) heißt es unter Handlungsherausforderungen: (PPP)

„Unabhängig vom Alter der Befragten erscheint die jeweilige Herkunftsfamilie als der
zentrale Ort, an dem religiöse Sozialisation wirksam stattfindet. (…)“ Um dann zu
folgern: „Wenn die primäre religiöse Kommunikation an die Familie gebunden ist,
dann ist die Stärkung dieser Kommunikationssituation das Gebot der Stunde.“

Ich denke dabei an die besondere Bedeutung unserer Kindergärten, an das
Familienbildungszentrum, an Angebote der Erwachsenenbildung, wie
beispielsweise das Angebot für Konfi-Mütter im Bezirk oder an
Unternehmungen wie Konfi3, bei dem die Eltern eine eminent wichtige Rolle
spielen! Oder auch die Kinderkirche!

Zweitens (nach außen): Kein Rückzug in die Binnenkirchlichkeit! (PPP)
Die Schule wie die Kirche hat die Aufgabe in einer immer säkularer und pluraler
werdenden Gesellschaft die Kinder „pluralitätsfähig“ zu machen! Da ist der
Ethikunterricht (aus den genannten Gründen) dringend zu fordern, aber auch der
Religionsunterricht muss seinen Beitrag dazu leisten und muss sich weiter entwickeln
und den Dialog suchen, vor allem den Dialog mit den Religionen. Da sollen
Unterschiede in den Religionen nicht verwischt, aber auch Gemeinsamkeiten gesucht
werden. Dieser Dialog setzt aber Wissen über die eigene und fremde Religion
genauso voraus, wie die Erfahrung mit der eignen und zunehmend der fremden
Religion. Nur so kann ein Dialog entstehen!

Die Kirche unterliegt einem „Schrumpfungsprozess“, aber nach wie vor ist sie eine
wichtige Stimme und hat ein gewichtiges Wort im öffentlichen Bereich und ist heute
wichtiger und stärker gefragt denn je! Und dabei spielt der RU eine eminent wichtige
Rolle!
Da wäre ich bei meinem dritten Punkt, den ich aus Zeitgründen heute nicht ausführe:
dem neuen Bildungsplan, (PPP) der im kommenden Schuljahr eingeführt wird und
der bereits in aller Munde war und viele Gemüter erregte, längst bevor überhaupt
jemand wirklich den Inhalt kannte! Insbesondere die sog. „Leitperspektiven“ und
dort besonders Leitperspektive 2: „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“,
wie sie nun heißt. Zur Einführung laden wir alle Religionslehrer/ innen (im Februar)
und die Pfarrer/innen eigens im Juni ein. Mit dem Schuljahr 2016/17 wird der
Bildungsplan dann in allen allgemeinbildenden Schulen verbindlich (zunächst in Kl.
1/2 und 5/6).
Im Mittelpunkt ist und bleibt das KIND! (PPP) Besonders im Fach Religionslehre wird
sich zeigen: Bildung kann man nur bedingt „planen“. Bildungsprozesse brauchen
Orientierung, aber vor allem brauchen sie Räume, in denen sich Kinder und
Jugendliche entfalten können!
Und dass dies geschehen kann, dazu braucht es Menschen, die Räume eröffnen und
Orientierung bieten! Denn auch das haben wir durch Studien bestätigt bekommen,
was wir eigentlich längst wissen: das Entscheidende am Unterricht ist nicht primär die
Größe einer Klasse oder die Schulart, sondern die Lehrperson, die nicht nur im
Unterricht steht, sondern im Falle von Religion auch für dieses Fach einsteht!

PPP Graphik Anstellungen im Dekanat WN (Pfr./Relpäd/ LehrerInnen)

  • 149 staatl.Lehrer leisten 66% der RU-Stunden / 42 Pfarrer leisten 19% RUStunden / 13 kirchl. Relpäds leisten 15% der RU-Stunden

Zwei Gruppen möchte ich ein „Gesicht“ geben: (PPP)

  • Vokations-Gottesdienst in Grunbach am 21. Juni 2015:
    12 junge Lehrer/innen erhielten im Gottesdienst ihre Vocatio: Lehrerlaubnis!
    Und ein Pfarrer wurde als Pfarrer im Schuldienst investiert.
  • Eine Vikarin und drei Vikare wurden
    intensiv begleitet durch Ihre Ausbildungspfarrer wie das Dekanat und
    bestanden Ihre Prüfungspredigten wie ihre Lehrproben: herzlichen
    Glückwunsch!

Ich bedanke mich herzlich bei allen Lehrerinnen und Lehrern, bei allen Pfarrerinnen
und Pfarrern für Ihre Arbeit an der Schule!! Sie sind das Gesicht der Kirche in der
Schule!

Zwei Links

Literatur (in Auswahl)

  • „Engagement und Indifferenz“, V.EKD-Erhebung über Kirchenmitgliedschaft,
    Hannover 2014
  • Domsgen, Michael, RU in konfessionsloser Mehrheitsgesellschaft – didaktische
    Herausforderungen und Ansätze, in: Theo-Web. Zeitschrift für Religionspädagogik 12
    (2013), H.1, 150-163.
  • Domsgen, Michael, Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft.
    Vortrag 2. Vollkonferenz der UEK, Dresden 2014.

Waiblingen, 20. November 2015
Martin Hinderer

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Die Zunahme der Konfessionslosigkeit und ihre Folgen für Religionsunterricht und Schule
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2 Gedanken zu „Die Zunahme der Konfessionslosigkeit und ihre Folgen für Religionsunterricht und Schule

  • 20. Februar 2016 um 16:20
    Permalink

    Absolut schade. Der Schuldekan vermischt zwei Sachverhalte: 1. Der Kirche schwimmen die Felle weg. Das wird viele Kirchenkritiker erfreuen. 2. Die Erziehung zur Pluralität ist wichtig für eine Gesellschaft unseres Zuschnitts. Dafür brauchen wir eine Werteerziehung. Das stimmt. Es ist aber immer erhellend, wenn man auch zurückblickt, so auf die mit christlichen Werten erzogene Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Judenpolitik, angefangen von der Ausgrenzung und Entrechtung der Juden bis zum Genozid. Das macht Werteerziehung zumindest diskussionswürdig. – So weit sollte der Denkhorizont schon reichen, zumal die Ausgrenzung und Entrechtung der Pfarrer jüdischer Abkunft die engeren wertebegründenden Institutionen und Personen betraf, einmal abgesehen von der Kooperation der Träger von Behinderteneinrichtungen mit der Mord-Aktion T4.
    Ansonsten empfehle ich einen Blick auf: https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/02/18/die-methodische-zurichtung-des-menschen/

    Antworten
    • 7. März 2016 um 9:21
      Permalink

      Lieber Herr Schäfer, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich habe mit Martin Hinderer über Ihren Kommentar gesprochen. Natürlich kann man bei einem Vortrag vor der Bezirkssynode nicht so in die Tiefe gehen, wie das im Internet möglich ist und alle denkbaren Fehlinterpretationen ansprechen und ausschließen. Warum mir der Beitrag wichtig war: Es ist ein unglaublich konkreter Einblick in die Situation des Religionsunterrichts vor Ort, wie man ihn nur als Schuldekan oder vielleicht noch im Oberkirchenrat hat. Dass Martin Hinderer das so offen anspricht, hat mir einfach gefallen …

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