Datum: 21.7.2019, Bibeltext: Mt 9,35–10,1(2–4)5–10, mehr zum 5. Sonntag nach Trinitatis: https://www.kirchenjahr-evangelisch.de/article.php#815

Der Predigttext atmet den Zauber des Anfangs. Die Jüngerberufung ist abgeschlossen. Die Zwölf haben – ähnlich wie die Konfis in der Konfi-Zeit – einen Crashkurs bei Jesus gemacht. Jetzt werden sie als Apostel und ein bisschen wie „Trainees“ im Praktikum probeweise ausgesandt. Apostel bedeutet Gesandter oder Bote. Es ist eine große Ehre, Gesandter mit einer wichtigen Botschaft zu sein. Als Christ ist man nicht immer in einer stärkenden Gemeinschaft, oft muss man einzeln gegen den Strom schwimmen, in der Schule oder Freundesclique. Wie kommt die Botschaft, dass mit Gott ein Stück Himmel auf Erden möglich ist, zu den erschöpften Zeitgenossen?

Viele Jugendliche kennen selbst nur zu gut länger andauernde Erschöpfungszustände (V. 36). Zur Vorbereitung stellt man im Unterricht die Impulsfrage: „Was raubt Menschen die Energie? Was raubt dir die Energie?“ Die Antworten werden auf Karten aufgeschrieben und für die Predigt gesammelt. Ebenso Antworten auf die Frage: „Was gibt Menschen Energie? Wo kannst du selbst wieder auftanken?“

Stolpersteine: Dämonenaustreibungen oder Exorzismen sind Konfis eher fremd. Hier sollte man eine Brücke bauen zu modernen Beschreibungen wie Sucht oder Abhängigkeit von negativen Kräften. Auch auf die Frage, warum heute nicht mehr jede Krankheit geheilt wird (Kp. 10,1), sollte man eine Antwort parat haben. Vielleicht so: Zur Zeit Jesu gab es besonders viele Heilungen und Wunder, aber selbst damals wurden nicht alle kranken Menschen geheilt. Gott kann heilen, aber er tut es nicht immer. Zum Glück hat die Medizin inzwischen große Fortschritte gemacht, so dass wir viel gesünder als früher leben. Auch in der Bibel gibt es Menschen wie Hiob, die an Gott geglaubt haben, schwer krank waren und nicht  einfach geheilt wurden.

Ideen für die Predigt: Es gibt gerade einen neuen Trend, das Mikro-Abenteuer (vgl. https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/mikro-abenteuer-kleine-abenteuer-im-alltag/1580831) . Hier geht es darum, einfach mal im Alltag etwas zu wagen, sich aus der anonymen Masse herauszulösen und loszugehen, vielleicht eine Nacht draußen zu verbringen. Auch Greta Thunberg ist alleine losgegangen mit ihren Protesten und hat eine riesige Bewegung ausgelöst, #fridaysforfuture. Wo wagen wir es, das Himmelreich unter die Menschen zu bringen? Wo gibt es gelungene Beispiele in der eigenen Gemeinde? Spannend auch die Frage, warum die Apostel ohne Geld losziehen sollten. Wo vermischen sich finanzielle Interessen ungut mit dem Wunsch, Gutes zu tun und das Himmelreich anzukündigen?08

Es bietet sich an, Ps. 23 in den Gottesdienst zu integrieren, der von Gott als dem Hirten redet, vielleicht sogar als Rap gestaltetet (vgl. Body percussion mit Konfis).

Mögliche Lieder: WWDL 52 Herr, wohin sonst sollten wir gehen; WWDL 131 Ein Leben, gegeben; WWDL 71 Mögen sich die Wege

Weitere Konfi-Impulse

Alle Konfi-Impulse aus Württemberg findet man unter https://predigten.evangelisch.de/predigten?liturgischer_tag=&bibelbuch=All&kapite_vers=&volltext=Konfi-Impuls&verfasser=All

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Konfi-Impuls 5. Sonntag n. Trinitatis
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