Wer gibt, der empfängt. Diese Erfahrung habe ich mit unserem finnischen Besuch im ptz gemacht. Ich führte sie in die Technik des Lightpainting ein und bekam dafür den Tipp, man könne auch in Fotos “hineinhüpfen”.

Bei der letzten Konfi-Fortbildung diese Woche haben wir das gleich ausprobiert, bietet es doch schöne Möglichkeiten, sich in eine Person hineinzuversetzen und ihr ein neues Gesicht, eine Stimme und eine Botschaft zu leihen.

Die Technik

Wie das Ganze funktioniert, ist schnell beschrieben: Man projiziert ein geeignetes Bild (Beispiele weiter unten) auf eine große Leinwand oder weiße Wand. Die Akteure kleiden sich in ein weißes Leintuch und lassen nur die Körperteile herausschauen, die später sichtbar sein sollen. Bei dunklen Motiven lohnt es sich, mit einer kräftigen Taschenlampe sehr gezielt die meist zu dunklen neuen Körperteile anzuleuchten, dann muss man später mit der Bildbearbeitung nicht so stark manuell aufhellen.

Fotografiert wird möglichst aus der Perspektive des Beamers, dann sieht man keine Schatten. Sehr einfach ist es, Texte in Textblasen auf weißes Papier zu schreiben und dann mit Tesa zu befestigen.

Die Fotos werden ohne Blitz aufgenommen.

Bildbearbeitung

Die Nachbearbeitung der Bilder erfordert höchstens zwei Schritte:

  1. Man erhöht die Farbsättigung, die durch die Projektion nachgelassen hat.
  2. Wenn die Körperteile zu dunkel sind, kann man sie selektiv aufhellen. Das geht z. B. in der kostenlosen Bildbearbeitung Gimp mit dem Werkzeug “Abwedeln/Nachbelichten”, in der Werkzeugleiste ganz unten (sieht aus wie eine Trompete).

Methodischer Einsatz

  • Gut geeignet ist die Methode da, wo man sich in andere Personen hineinversetzen will. Wie man sieht kann das z. B. eine Person sein, die man toll findet, es kann aber auch ein Gemälde mit einer Szene aus der Bibel sein. Die Sätze, die die Person sagt, kann man als Sprechblase gestalten oder die Personen auch tatsächlich sprechen lassen und das Ganze als Video festhalten.
  • Genauso schön ist es, sich an andere Orte zu versetzen. So kann man sich z. B. betend an der Westmauer des Tempels (aka Klagemauer) fotografieren lassen oder die chinesische Mauer besteigen.

Geeignete Fotos

Gut geeignet sind alle Fotos, die von den Größenverhältnissen her zu Menschen passen. Natürlich kann man mit den Größenverhältnissen auch spielen und z. B. zeigen, wie es aussieht, wenn jemand die Welt in der Hand hält und damit zeigen, wie Gott mit der Welt umgeht. Der Phantasie sind im Grunde keine Grenzen gesetzt und ich stelle hier gern weitere Bilder ein, die mit dieser Technik entstanden sind.

Verwendbare Hintergrundmotive

Hier ein paar Beispiele für Motive. Wenn man Zeit hat, kann man die Konfis und Schüler natürlich auch selbst suchen lassen, was sich zu einem Thema oder einer biblischen Geschichte als Motiv eignet. Das Web ist zum Glück voll von legalen und schönen Vorlagen und in der Kunstgeschichte wird man sicher fündig werden.

Weitere geeignete Bilder: Das Sündermahl von Sieger Köder, Die Gefangennahme Christi von Caravaggio (vgl. diesen Konfi-Impuls von mir mit Bildern dabei).

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und freue mich über Feedback, wie es bei Ihnen / Euch geklappt hat!

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In Bilder hineinschlüpfen – Jumping into photos
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